Faszination Modelltech Sinsheim 2017

Der Startschuss für die Faszination Modelltech in Sinsheim fiel eine Woche vor Messebeginn mit dem Aufbau. Gemeinsam unter Federführung der FMT Kurpfalz entstand der Parcours für den Maßstab Tamiya bis 1:16.



Die Parcousfläche war in diesem Jahr größer als im Jahr zuvor, mit 18 x 30 m. Wie aus den Jahren zuvor bekannt entstand wieder ein großer Baustellenbereich, eine Tankstelle, eine großer LKW-Parkplatz, eine Feuerwache, eine Ortschaft, ein Betonwerk, ein Verladeplatz für Speditionsfahrzeuge, eine Holzhandlung, verschiedene Werkstattbetriebe und natürlich jeden Menge Straße für die vielen tollen Modelle der Vereinsmitglieder und Gastfahrer. Neben dem Sägewerk gab es eine Neuheit zu bestaunen, ein voll funktionsfähiger Portalkran zur Containerverladung. Nach zwei anstrengenden Tagen Messeaufbau standen für alle Beteiligten vor dem Messewochenende noch ein paar Tage zur Verfügung um etwas Kraft zu tanken oder kleinere Restarbeiten an den Modellen auszuführen.



Wie in den letzten Jahren allgemein spürbar, ging die Dichte der Händler nochmals zurück. Ausgleichend dafür wurden die Flächen der Parcours vergrößert. Mit dem Rückgang der Händlerdichte dreht sich die Spirale immer weiter. Die Hersteller und Händler präsentieren und verkaufen auf Messen ihre Produkte. Auf diesem Wege kann man die Neuheiten und Produkte kennen lernen, sich umfassend darüber informieren und diese auch erwerben. Leider werden die Preise für Modellbauartikel vor dem Kauf umfassend im Internet recherchiert. Leider bleibt dabei der Preisanteil für den Aufwand welchen die Hersteller und Händler aufwenden müssen die Produkte vorzustellen unberücksichtigt. Es wird ungeniert beim günstigen Anbieter eingekauft. Dies führt dazu, dass immer mehr Hersteller und Händler den Messen fernbleiben und deren Umfang immer weiter einschränken, bis hin zur Auflösung der Messe.

Im Baustellenbereich war diesmal ein Bauleiter präsent. Dieser organisierte den Baustellenablauf und koordinierte den Einsatz der Modelle. Die Aufgabe für die Messe bestand aus dem Aushub für eine Straßentrasse. Der Aushub wurde zur Verfüllung eines Steinbruches auf der anderen Seite des Parcours verwendet. Mehrere große Bagger erledigten den Aushub. Dieser wurde auf die vielen teilweise Schlange stehenden Kippfahrzeuge verladen.

Anschließend erfolgte der Transport zur Steinbruchgrube. Mit Planier- und Laderaupen wurde der Aushub in der Grube eingebaut.

Nach zwei arbeitsreichen Tagen stellte sich heraus, dass die Genehmigung hierfür nicht vorlag. Daraufhin ordnete die Genehmigungsbehörde an, dass der Aushub zurück auf die Baustelle muss. Somit wurden die Arbeiten an der Straßenbaumaßnahme eingestellt. Die Baumaschinen für den Erdaushub wurden in die Steinbruchgrube umgesetzt und die Transportfahrzeuge hatten großen Zeitdruck das Material zurück in das Baufeld zu befördern.
Ein Großaufgebot an Laderaupen, Planierraupen, Radladern und Walzen wurde mit dem Materialeinbau beschäftigt. Das Zeitfenster der Messe ermöglichte einen Rücktransport für lediglich die Hälfte des Aushubs. Der Rest musste im Zuge des Messeabbaus per Schaufel und Schubkarren, ohne die Hilfe von transportkräftigen LKWs und Hydraulikbaggern, von Hand zurückgebracht werden.

Leider schaffte es die örtliche Polizei nicht einen Pyromanen dingfest zu machen, leider stand nur ein Streifenwagen zur Verfügung. 
Dieser war jedoch oft mit den allgemeinen Kleinverbrechen wie überladenen Fahrzeugen beschäftigt. Die Feuerwehr musste mehrmals täglich ausrücken um Brände im Baustellenbereich zu löschen. Ausgelöst durch Brandstiftung und Explosionen von Gasflaschen und mobilen Baustellentoiletten.

Im Hof der Spedition wurden mit Gabelstaplern LKWs be- und entladen. Der neue Portalkran war mit dem Umschlag von Containern beschäftigt. Die Container konnten aufgenommen und durch eine zusätzliche Drehfunktion des Greifers auch außerhalb der Portalgleise abgesetzt werden.

Auf dem Gelände des Portalkrans war ein Teil der Holzverladung angesiedelt. Ein großer Stapler und ein Ladekran welcher auf einem LKW montiert ist übernahmen an dieser Stelle den Holzumschlag. Den zweiten Teil übernahm ein Bagger mit Greifer an anderen Stelle.

Im Bereich des Dorfes gab es gleich mehrere verschiedene Attraktionen zu bestaunen. Eine Brauerei mit Festzelt, eine Schmiedewerkstatt, die Feuerwache, ein Partybruchbude mit Musik und eine Hausbaustelle. Die Hausbaustelle wurde mit einem Baukran bedient. In unmittelbarer Nähe war ein Autokran für einen mutigen Bungeespringer aufgebaut. Der Bungeespringer war durch das Publikum so motiviert, das er gleich mehrmals am Tag den Sprung aus dem Personenkorb wagte.

Auf dem großen Parkplatz konnten die Fahrzeuge für eine Kaffee- oder Mittagspause abgestellt werden. Zeitweise war der Parkplatz überlastet und es musste am Straßenrad geparkt werden.

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